Die Chronik ist gedacht als Fortsetzung der drei-bändigen Chronik von Johannes Stüdtje über das Kirchspiel Munkbrarup. Er verfasste damals Familiendaten seit Anbeginn der Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern bis 1975. Im allgemeinen Teil erscheinen Informationen über das Leben auf dem Dorfe, über die Munkbraruper Kirche, die Schulen und das Vereinsleben im damaligen Amtsbezirk Munkbrarup.

Band IV beginnt mit den Familiendaten wie sie sich entwickelt haben von 1975 bis heute. Aufgrund des großen Bevölkerungszuwachses wird in diesem Band ausschließlich auf Daten der Familien der politischen Gemeinde Munkbrarup eingegangen. Zur Gemeinde Munkbrarup gehören die Dörfer Munkbrarup, Rüde, Bockholmwik, Siegum und die Ortsteile Kragholm, Geil, Iskjersand und Siegumlund.

Unser allgemeiner Chronikteil geht auf die gegenwärtige Situation ein, wo wie 1945 Flüchtlinge wieder ein Thema sind. Wir schildern, wie begeistert ein junger Mann aus Munkbrarup in den Krieg zog und wie seine Begeisterung nach bitteren Erfahrungen umschlägt. Dennoch wird er Pilot und verliert sein Leben. Ein Zweiter berichtet, wie er als 16. jähr. als Flakhelfer in Gefangenschaft gerät und überlebt. Der Überlebenswille einer jungen Frau aus Ostpreußen lässt sie die Schrecken ihrer Flucht überstehen. In Siegum findet sie ihre Familie und eine neue Heimat.

Es schließen sich Artikel an über das Bauerntum, über die Entwicklung der Landwirtschaft nach 1945 und die Landfrauenbewegung in unserem Kirchspiel an.

Ein weiterer Teil weist die Funktionsträger aus, vom Rechensmann aus dem 18. Jahrhundert, dem in der preußischen Zeit der Gemeindevorsteher folgte, bis zum letzten Amtsvorsteher 1970.

Die Chronik konnte nur so ausführlich zustande kommen, weil Frenz Stüdtje als gebürtiger Munkbraruper sich immer schon für seine Heimat begeistert hat. Er kennt jedes Haus und weiß über die Entwicklung seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr genau bescheid. Im lag daran darüber zu berichten.

Walter Brogmus hat sich immer schon für technische Finessen interessiert und ist daher als Archivar der Könner für die Darstellung in der Chronik.